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VOM
RICHTIGEN WÜNSCHEN - TEIL I
Es gibt viele Märchen von Feen und verwunschenen
Prinzen, in denen sich jemand - meistens ein besonders tugendhaftes
Menschenkind - etwas wünschen darf und diesen Wunsch dann
auch erfüllt kriegt. Daraus folgern die meisten Leute, daß
das mit dem Wünschen etwas ganz Außergewöhnliches,
eben Märchenhaftes ist, das mit dem Leben eines durchschnittlichen
Mitteleuropäers nichts zu tun hat. Weit gefehlt!
Du brauchst gar keine machtvollen, zauberkundigen
Wesen, um deine Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen,
du mußt dir nur deiner eigenen geistigen Kraft bewußt
werden und sie gezielt einsetzen. Du selbst schwingst den Zauberstab,
ob dir das bisher bewußt war oder nicht.
Laß mich eine kleine Geschichte erzählen:
In meinem Haus wohnt Vitus, ein kleiner Bub,
blond und zart, aber mit einem ausgeprägten Willen ausgestattet.
Der hatte sich mit vier Jahren einen Arm gebrochen, war operiert
worden und hatte seither zwei Schrauben im Knochen. Jetzt sollten
die Schrauben wieder herausgenommen werden, eine weitere kleine
Operation stand bevor. Veronika, seine Mutter, fragte ihn, was
er sich zum Trost denn wünsche, und Vitus sagte: „Eine
Autobahn!“ Das war für Veronika ein bißchen zu
üppig, sie einigte sich mit Vitus auf etwas Kleineres. So
weit, so gut. Vitus wünschte sich aber weiterhin eine Autobahn.
Ein paar Tage später hatte Vitus´
Vater versehentlich etwas Wichtiges in den großen Müll-Container
geworfen, er wühlte sich darum wild entschlossen durch den
Abfall. Und was fand er? Einen Karton mit einer vollständigen
Autobahn, vier Meter lang. (Das gesuchte Ding tauchte danach übrigens
auch auf.)
Vitus´ Wunsch hatte sich erfüllt,
aber auf ganz andere Weise, als es sich seine Mutter hatte vorstellen
können. Und damit bin ich schon bei einem der Kernpunkte,
die zum erfolgreichen Wünschen unerläßlich dazugehören:
Wenn dir etwas wirklich wichtig ist, dann formuliere
deinen Wunsch klar und ohne Einschränkung. Erschaff dir ein
genaues Bild von dem Zustand, den du anstrebst. Aber laß
gleichzeitig einen gewissen Spielraum für die Umsetzung.
Gib das Ziel an, aber leg dich nicht fest, wie es erreicht werden
muß. Vergiß nicht, daß deine Vorstellungen nur
deine Vorstellungen sind, aber nicht alles darstellen, was menschlichen
und anderen Wesen sonst noch dazu einfallen könnte. Die Tatsache,
daß deine bisherigen Versuche in diese Richtung nichts gebracht
haben, bedeutet nicht mehr als: Deine bisherigen Bemühungen
waren nicht erfolgreich, das war noch nicht der richtige Weg.
Sonst nichts!
Das heißt aber keineswegs, daß es
im Universum keine anderen Wege und Möglichkeiten gibt, einen
liebevollen Partner, die notwendige Finanzhilfe oder einen Arbeitsplatz
in der näheren Umgebung zu finden.
Schamanen gehen davon aus, daß das Universum
in seiner Fülle unendlich und daß Gott allmächtig
ist. Geistwesen, die der Schamane für personifizierte Aspekte
der göttlichen Kraft hält und die grundsätzlich
mit uns Menschen befreundet sind, helfen gerne dabei, das Leben
glücklich, befriedigend und sinnvoll zu gestalten. Sie verfügen
über eine unendliche Vielzahl an Lösungen zur Verwirklichung
deiner Wünsche.
Die meisten Menschen hierzulande gehen aber nicht
davon aus, daß es außerhalb ihrer Phantasie noch ein
riesiges Spektrum an Ideen gibt. Sie beschränken sich und
ihr Leben dadurch, daß sie annehmen, sie wüßten
schon alles. Sie seien sich im Klaren darüber, was möglich
ist und was nicht. - Ganz großer Irrtum!
Kleine Kinder haben uns Erwachsenen gegenüber
den Vorteil, daß sie ohne vorgefaßte Meinungen, ohne
Vorurteile an etwas herangehen. Damit machen sie alle Türen
auf, durch die das Wunderbare in ihr Leben treten kann. Sie machen
niemals den Fehler, sich etwas zu wünschen und sich selbst
unmittelbar darauf zu erklären, warum dieser Wunsch sowieso
nicht in Erfüllung gehen kann. Sie wünschen einfach.
Und dann findet sich die ersehnte Autobahn im Müll-Container.
So einfach ist das.
ALOHA NUI, viel Liebe auf den Weg!
VOM RICHTIGEN WÜNSCHEN - TEIL II
Wenn du dir einmal selbst klargemacht hast, daß
du über ein großes geistiges Potential verfügst,
daß Gedanken eine machtvolle Energieform darstellen, kannst
du daraus auch ableiten, daß es nicht egal ist, woran und
wie du denkst. deine geistige Energie fließt dorthin, wo
deine Aufmerksamkeit ruht. Das heißt, du stärkst mit
dieser Kraft das, womit du dich beschäftigst, und trägst
dazu bei, daß es in deinem Leben wirksam wird.
Auf das Wünschen bezogen, bedeutet das:
Je mehr du an das denkst, was du wirklich möchtest, umso
mehr wächst diese Vision und umso eher kann sie sich realisieren.
Und je mehr du an das denkst, wovor du dich fürchtest, umso
mehr förderst du die Verwirklichung deiner negativen Vorstellungen.
Über mögliche Schwierigkeiten und Hindernisse
nachzudenken, hat nur dann Sinn, wenn man daraus Schlüsse
zieht, die einem helfen, im Hier und Jetzt die Weichen richtig
zu stellen. Wenn man also in den destruktiven Überlegungen
nicht hängen bleibt, sondern einen Schritt weiter in die
gewünschte Richtung geht.
Ich wundere mich oft, warum so viele Leute allen
Ernstes glauben, daß ihre negativen Erwartungen realistischer
sind als ihre hoffnungsvollen, optimistischen. Dafür gibt
es nicht den geringsten Beweis. Unsere Erfahrungen sind nicht
die Grundlage unserer Befürchtungen, sondern das Ergebnis
davon. Wir erleben nämlich genau das, was unserem Denken,
unserer Einstellung zu bestimmten Themen entspricht. Und dann
bilden wir uns auch noch ein, recht zu behalten: „Ich hab´s
doch gewußt!“ Dabei bestätigen inzwischen schon
wissenschaftliche Untersuchungen, daß Pessimisten viel häufiger
schlechte Erfahrungen machen. Optimisten haben einfach mehr „Glück“.
Der Zweifel ist der Feind der erfüllten
Wünsche. Er schwächt dich und lenkt deine Energie in
die falsche Richtung. Kinesiologen können nachweisen, daß
die Beschäftigung mit unerfreulichen Vorstellungen sogar
den Körper unmittelbar beeinträchtigt, die Muskulatur
wird schwach. Wenn du also dem Zweifel Raum in deinem Denken gibst,
setzt er sich durch. Im günstigeren Fall hebt er nur die
Wirkung des Wunsches auf, der dann eben nicht in Erfüllung
geht, im ungünstigsten realisiert sich deine Horrorvorstellung.
Wann immer sich also Zweifel in dir rührt,
kannst du dir sagen: „Aha, das ist mein Zweifel, den kenn
ich schon, brauch ihn aber nicht. Was ich wirklich möchte,
ist Folgendes:......“ Und damit wendest du dich ganz bewußt
dem zu, was du dir von Herzen wünschst.
Du kannst dir dieses Umlenken deiner Aufmerksamkeit
erleichtern, indem du dir ein Wunschbuch anlegst. Dafür besorge
dir ein Heft oder Buch mit leeren Seiten, in dem du ab sofort
alles sammelst, was zu deinem Wunsch paßt, was die Erfüllung
schon im Voraus bestätigt: Fotos aus Zeitungen oder Katalogen,
Schlagzeilen, Werbesprüche, Zitate aus Lieblingsbüchern,
getrocknete Kleeblätter und was auch immer sich gut, angenehm
und richtig anfühlt. Was als Assoziation zu dem angestrebten
Lebensgefühl paßt.
Sei kühn und frech dabei, es gibt gar keinen
Grund, Selbstzensur zu betreiben und nur bescheidene Wünsche
zu formulieren! Schließlich handelt sich um dein geheimes
Wunschbuch, das niemanden etwas angeht. In meinem steht zum Beispiel:
Eva im Rosenbeet...., Nummer 1..., Träume sind da, um verwirklicht
zu werden...., Schutzengel auf Schritt und Tritt...., Lust auf
mehr.... Und es gibt Bilder von den schönsten Plätzen
dieser Erde, von Schiffen und Blumen und Kristallen und vielem
mehr.
Wenn du in Zukunft einen Tag hast, an dem du
mutlos oder verärgert bist, nimmst du dein Wunschbuch zur
Hand und blätterst darin. Das wird die Stimmung heben, dich
amüsieren, deine Aufmerksamkeit auf das lenken, was deine
Motivation und Lebensfreude neu belebt. Und du wirst auch bemerken,
daß schon das Stöbern nach Dingen, die ins Wunschbuch
gehören, Spaß macht. Eine Zeitung liest sich ganz anders,
wenn du sie nach Wunschbuch-Texten absuchst, wenn du dich auf
Schatzsuche begibst.
Viel Glück dabei und ALOHA NUI, viel Liebe! |