HUNA - Was ist denn das?

ALOHA, HUNA & HAWAI'I
Das alte Wissen der Polynesischen Kultur und seine Renaissance

Macht der Gedanken


Vom richtigen Wünschen


Magisches für den Schulalltag


Weiber werden weise
von der Kunst, selbstbewußt und lustvoll in die Jahre zu kommen

   
 

HUNA - was ist denn das?

Darunter versteht man die hawaiianische Form des Schamanentums, genau genommen die Tradition des KALA KUPUA, wie sie in HAWAI´I genannt wird. Für mich ist HUNA die einfachste, aber zugleich auch anspruchsvollste schamanische Philosophie, die ich je kennengelernt habe. Einfach insofern, als die sieben Prinzipien, die die Basis bilden, sehr klar und verständlich klingen, und auch insofern, als die Techniken leicht erlernbar und im alltäglichen Leben unmittelbar anwendbar sind. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Konsequenzen dieses Denkmodells tiefgreifend und radikal verändernd wirken, und daß man gerade bei HUNA ganz besonders auf sich selbst, seine Werte, sein Gespür und seine Eigenverantwortung verwiesen wird. Innerhalb dieses Systems bekommen Sie keine Chance, sich einfach zurückzulehnen und sich darauf zu verlassen, daß die genaue Befolgung irgendwelcher magischer Regeln oder präzise Nachahmung vorgefertigter Rituale Sie schon weiterbringt. Es gibt innerhalb von HUNA kein Entwischen aus der unerfreulichen Realität in eine rosarote Scheinwelt, und es werden Ihnen - vorausgesetzt, Sie können diesem Angebot einiges abgewinnen - alle Ihre bisherigen Ausflüchte und Schuldzuweisungen entzogen. HUNA ist etwas für intelligente Menschen, klar, logisch, konsequent, auch und gerade in der Ausrichtung auf die Werte, die in den sieben Prinzipien angesprochen sind: Bewußtsein, Freiheit, Konzentration, Friede, Liebe, Selbstvertrauen und Harmonie.

Wenn Sie vielleicht bisher angenommen haben, Schamanen murmeln Zaubersprüche, halten geheimnisvolle Zeremonien ab und haben ein Faible für manchmal unappetitliche Details wie tote Hühner, schleimige Pflanzenabsude oder schmutzige Fetzen, müssen Sie Ihre bisheriges Informationsspektrum erweitern. KAHUNAS sind die Meister der Mentaltechniken, sie wissen erstaunlich genau, wie ein menschliches Gehirn funktioniert, wie man erfolgreich mit psychischen Strukturen umgeht, was es mit der sinnlichen und der „übersinnlichen“ Wahrnehmung auf sich hat und was sich aus all dem an konstruktiven Schlüssen ziehen läßt. Sie sind völlig unabhängig von äußeren Gegebenheiten, brauchen weder bestimmte psychotrope Pflanzen, heilige Gewänder oder Gesänge und sind auch nicht auf besondere Tempelplätze oder Planetenkonstellationen angewiesen. Sie setzen die Dinge der materiellen Welt ein, wenn sie es für richtig halten, oder verzichten darauf, wenn es für sie so besser paßt. Für Ethnologen müssen sie sehr anstrengend sein, weil sich ihre Arbeit nicht leicht beschreiben läßt. HUNA kann man nur von innen heraus begreifen, aus der äußeren Form läßt sich nichts ableiten.

Gerade deshalb ist dieses Denkmodell aber auch so leicht in jedes andere kulturelle Umfeld zu transferieren. Wenn hierzulande Menschen auch von klein auf anders trainiert werden als auf einer pazifischen Insel, wenn unser Schulunterricht auch anderen Richtlinien folgt, sind doch die mentalen Voraussetzungen bei uns allen sehr ähnlich, die Unterschiede sind nicht prinzipieller Natur.

In vielen Seminaren mit Menschen von ganz unterschiedlichem sozialem Status und verschiedener beruflicher Ausrichtung, beim Coaching von Personen aus vielen Bereichen, von Ärzten, Juristen, Betriebswirten, Sozialarbeitern oder Studenten hat sich immer wieder herausgestellt, wie flexibel und kreativ HUNA eingesetzt werden kann und wie förderlich und erfolgreich es sich auswirkt. HUNA ist das beste, was ich anzubieten habe, das liebevollste, vergnüglichste, spannendste und wirkungsvollste Denkmodell, das Sie sich nur wünschen können. Viele Methoden, die heute gängig sind, von den systemischen, konstruktivistischen Ansätzen im psychotherapeutischen Bereich bis zu teils hochgeschätzten, teils umstrittenen Techniken der Kommunikation, Einflußnahme oder Personenführung wie zum Beispiel NLP, sie alle operieren mit einem kleinen Ausschnitt dessen, was in HUNA enthalten ist. Sie haben sich kleine Scheibchen davon abgeschnitten, zumeist reduziert auf die reine Zweckdienlichkeit und völlig losgelöst von den spirituellen Dimensionen, die das jahrtausendealte Original so großzügig, respektvoll und berührend machen. Keine der epigonalen Entwicklungen gibt der Liebe den Stellenwert, den sie für die Hawaiianer hat, den als der stärksten Kraft im Universum.

HUNA heißt wörtlich übersetzt Geheimnis, esoterisches Wissen, in dem Wort ist aber noch viel mehr enthalten: HU und NA bedeuten in etwa das gleiche wie Yang und Yin. HU heißt Chaos, Bewegung, Aktivität, „männliche“ Energie, und NA meint Ordnung, Ruhe, Struktur, Passivität, „weibliche“ Energie. HU und NA bilden also zwei entgegengesetzte Pole, beide sind ohne ihr jeweiliges Gegenstück nicht denkbar. Leben und Erleben findet in der Spannung zwischen diesen beiden Polen statt. Nur HU, also nur Chaos, ermöglicht keine Form der Erfahrung, kein Lernen und keine Entwicklung, und für NA, den absoluten Stillstand, gilt dasselbe. Die Harmonie, das Gleichgewicht zwischen HU und NA, also Bewegung in einer Struktur, einer erkennbaren Ordnung - oft symbolisiert durch eine Sinuskurve - , macht unser Leben erst möglich. So können wir Zusammenhänge erkennen, Schlüsse daraus ziehen und Veränderungen durchführen.

Wenn also jemand krank ist oder andere Probleme hat, stellt der KAHUNA, der Meister des HUNA, fest, ob zuviel HU oder zuviel NA vorhanden ist, und bemüht sich dann um den Ausgleich. Dies kann auf der materiellen Ebene, zum Beispiel durch die Anwendung von Heilpflanzen, oder auch auf immateriellem Gebiet, zum Beispiel durch Imagination und Veränderung der Denkmuster und Verhaltensweisen, geschehen.

KAHUNAS sind Abenteuerschamanen und vertreten damit ein Weltbild, das sich deutlich von dem der meisten anderen schamanischen Kulturen unterscheidet. Fast alle Stammeskulturen außer den Polynesiern gehören kriegerschamanischen Traditionen an. Das heißt, sie beschäftigen sich mit guten und bösen Mächten, mit feindlichen und befreundeten Wesenheiten, verbünden sich mit wohlgesinnten Kräften und achten darauf, den anderen gegenüber zuverlässig geschützt zu sein. Probleme jeder Art entstehen also aus der Sicht der Kriegerschamanen durch das Einwirken von Dämonen und anderen unfreundlichen Geistern, als Resultat eines Fluches, als Rache für ungenügende Beachtung und zu geringe Opferleistungen Schutzgeistern gegenüber. Sie sind Ausdruck dafür, daß ein Seelenteil gestohlen worden ist, daß sich die Gottheit abgewandt hast, daß man „von allen guten Geistern verlassen“ worden ist. Folglich geht es darum, sich immer wieder der Gunst von Geistwesen zu versichern, den Kontakt mit ihnen zu pflegen, sie sich durch großzügige Opfergaben zu verpflichten, beziehungsweise im Verbund mit ihnen Unheil abzuwehren. Das Heilen von Krankheiten geschieht dadurch, daß der Schamane den Dämon, der von einem Kranken Besitz ergriffen hat, überwindet und vertreibt, den verlorenen Seelenteil zurückerobert, den Kranken wieder mit seinen Schutzgeistern oder machtvollen Pflanzenwesen verbindet und die beleidigte Gottheit mit ihm aussöhnt.

Alle materiellen und immateriellen Wesen und Energien, mit denen ein Kriegerschamane nicht vertraut und verbündet ist, können gefährlich sein, der Kontakt ist daher tendenziell eher zu vermeiden. Auf allen Ebenen, also auch den geistigen, herrschen strenge Hierarchien. Was einen starken Kriegerschamanen und Magier auszeichnet, ist, daß er schon einige Stufen höher steht als seine Stammesgenossen und sich vielleicht einige Geistwesen bereits untertan gemacht hat.

Diese Sichtweise entspricht nicht dem Weltbild, das ich Ihnen vorstellen will, was aber keineswegs bedeutet, daß das kriegerschamanische System nicht ebenfalls seit Jahrtausenden erfolgreich funktioniert. Ich bin aber der Meinung, daß in unseren Breitengraden das kriegerische Denken sowieso weit verbreitet ist - wenn auch ohne den Respekt vor der Natur und allen Lebewesen, der zum Beispiel einen Indianer auszeichnet -, daß sowohl auf wirtschaftlichen wie medizinischem Gebiet nur allzu viel darüber nachgedacht wird, wie etwas oder jemand bekämpft, besiegt und überwunden werden kann, daß diese Denkmuster also ausgereizt sind und offensichtlich nicht mehr dazu taugen, uns neue Perspektiven zu eröffnen. Deshalb halte ich den Denkansatz der Abenteurerschamanen für eine gute, lustvolle und erfolgreiche Alternative.

Für Abenteurerschamanen gibt es keine durch und durch bösen Kräfte und Geister, „böse“ -ebenso wie „krank“ oder „gesund“ - ist keine Eigenschaft und kein Zustand, sondern ein Verhalten. Wer sich im Augenblick „böse“ und feindselig verhält, der ist das zwar in der gegenwärtigen Situation, hat aber immer alle Optionen offen, sich auch wieder anders, also friedlich und liebevoll zu verhalten. Energie gilt grundsätzlich und in jeder Gestalt als neutral, Schmerzen, Verletzungen und Konflikte entstehen aus dem unharmonischen Verhältnis der betroffenen Person mit einer bestimmten Kraft, dadurch, daß etwas zu einem bestimmten Menschen nicht paßt, zu viel oder zu wenig für ihn ist. Damit ist gemeint, daß die rotglühende Lava denjenigen verbrennt, der nicht imstande ist, sich energetisch auf diese Feuerenergie einzustimmen, daß aber derjenige, der sich mit PELE, der Göttin der Vulkane, ins Einvernehmen gesetzt hat, ganz unbehelligt auch barfuß darüber hinweg schreiten kann.

KAHUNAS betrachten jede Art von Problem, sei es seelischer oder körperlicher, privater oder beruflicher Natur, als eine Störung der Harmonie in eben dieser Struktur, und sie verfügen über eine Fülle von Methoden, die Balance wieder herzustellen. Niemals geht es darum, etwas als feindlich zu betrachten und zu bekämpfen, weil solche Bewertungen ja nur Resultate eines bestimmten Denkmodells sind, aber keineswegs die über jeden Zweifel erhabene Wahrheit ausdrücken. Da es jedem Menschen und auch jedem anderen Wesen frei steht, sein Denkmodell zu modifizieren, seine Einstellung zu anderen zu verändern, wenn es sich aus seinem Blickwinkel betrachtet lohnt, bemühen sie sich eher, dem anderen eine seinem Weltbild angemessene Motivation anzubieten, die ihn bewegen könnte, seine Meinung und sein Verhalten in liebevoller und respektvoller Weise zu verändern. Sie halten die Liebe für die stärkste Kraft im Universum und billigen jedem Wesen zu, daß es seinen - im Moment vielleicht noch konfliktträchtigen - Denkmustern gemäß handelt und sich im Grunde nach Liebe sehnt.

Außerdem gehen KAHUNAS davon aus, daß unsere Gedanken machtvolle Energie darstellen und daß die dorthin fließt, wo der Fokus unserer Aufmerksamkeit ruht. Das heißt, wie nähren mit unserer eigenen mentalen Kraft das, womit wir uns positiv oder negativ beschäftigen. Je mehr wir also an unangenehme Personen oder widrige Umstände denken und uns darüber beschweren, desto mehr stärken wir mit unserer geistigen Kraft das, was wir eigentlich nicht mögen und ablehnen. Je mehr wir uns vor etwas Schrecklichem ängstigen, was auf uns zu kommen könnte, umso mehr tragen wir dazu bei, daß sich genau das manifestiert. Kritik verstärkt den kritisierten Zustand, und was wir am meisten fürchten, ziehen wir quasi magnetisch an.

Die Basis der hawaiianischen Philosophie sind die sieben HUNA-Prinzipien, die durch eine besondere Auffassung von den drei Funktionen des Selbsts und den vier verschiedenen Betrachtungsweisen der Realität ergänzt werden.

Und so lauten sie:

IKE
Die Welt ist, wofür Du sie hältst.

KALA
Es gibt keine Grenzen.

MAKIA
Energie folgt der Aufmerksamkeit.

MANAWA
Jetzt ist der Augenblick der Macht.

ALOHA
Lieben heißt glücklich sein mit...

MANA
Alle Macht kommt von innen.

PONO
Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit.

Alle Denkmodelle – auch HUNA - sind von Menschen gemacht und daher willkürlich und austauschbar, sie dienen dazu, sich die Welt zu erklären und mit sich und anderen darin zurecht zu kommen. Keines ist das einzig wahre und richtige, jeder Mensch kann sich für seine persönliche Wahrheit, für das Weltbild entscheiden, das für ihn selbst „funktioniert“ und stimmt, mit dem er sicher, lust-, liebe- und respektvoll durchs Leben findet.

Daher sagen KAHUNAS:

Segne die Gegenwart!
Vertrau auf Dich selbst!
Erwarte das Beste!